Aufenthaltsbewilligung

Die Umsetzung der Abkommen über den freien Personenverkehr (FZA), welche die Schweiz mit der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) abgeschlossen hat, tritt ab 1. Juni 2007 in eine neue Phase.

Personen aus Staaten, die im Zeitpunkt der Unterzeichnung des Freizügigkeitsabkommens (21. Juni 1999) der EG oder EFTA angehörten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien, Island und Norwegen) sowie Malta und Zypern kommen in den Genuss der vollständigen Personenfreizügigkeit.

Auswirkungen auf die Bewilligungspraxis

Ab 1. Juni 2007 sind Aufenthaltsbewilligungen für Staatsangehörige der oben aufgeführten EG/EFTA-Länder, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben wollen, nicht mehr kontingentiert. Personen, die länger als vier Monate einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz nachgehen wollen, müssen vorgängig kein Einreisegesuch mehr einreichen. Es werden auch keine Zusicherungen der Aufenthaltsbewilligung mehr ausgestellt. Diese Personen können ein Aufenthaltsgesuch zusammen mit dem Arbeitsvertrag bzw. der Arbeitsbescheinigung direkt bei der für ihren Wohnort zuständigen Einwohnerkontrolle einreichen.

Arten von Aufenthaltsbewilligungen

Bewilligung B (Aufenthaltsbewilligung)

Es handelt sich um eine Aufenthaltsbewilligung mit Arbeitserlaubnis. Dieser Schein wird bei Vorlage eines Arbeitsvertrages, der 12 Monate oder länger dauert, ausgestellt. Er ist 5 Jahre gültig. Keine Einschränkungen bei der Berufsausübung und der Wahl des Wohnorts.
Bewilligung C (Niederlassungsbewilligung)

Niederlassungsbewilligung für unbeschränkte Zeit, die an keine Bedingungen geknüpft ist. Voraussetzung um die Niederlassungsbewilligung zu erlangen, ist ein regulärer und ununterbrochener Aufenthalt in der Schweiz von 5 Jahren.

Bewilligung G (Grenzgängerbewilligung)

Inhaber der Bewilligung G wohnen im grenznahen Ausland und verfügen über einen gültigen Arbeitsvertrag in einer Schweizer Grenzregion. Sie müssen mindestens einmal pro Woche an ihren ausländischen Wohnort zurückkehren.
Bewilligung L (Kurzaufenthaltsbewilligung)

Diese wird für eine befristete Zeit (in der Regel weniger als ein Jahr) für Personen mit einem bestimmten Aufenthaltszweck in der Schweiz ausgestellt. Dies betrifft vor allem „Au pairs“ oder junge Berufsleute zwischen 18 und 30 Jahren, die in der Schweiz ein Praktikum absolvieren. Die Bewilligung L kann bei Verlängerung des Arbeitsvertrags in eine Bewilligung B oder bei Wohnort in Grenznähe in eine Bewilligung G umgewandelt werden.

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