Schweiz – Ouagadougou

Da hat der „Peitschen Peer“ tatsächlich wieder zugeschlagen, aber der Schweizerischen Presse fängt es an, langweilig zu werden.

Nachdem Peer Steinbrück mal wieder einen diplomatischen Faux-pas gelandet hat und dabei auch noch geographische Dummheit bewiesen hat, regen sich nun die anderen Länder auf. Steinbrück hat es geschafft, die Länder Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein mit der Stadt Ougadougou  auf die gleiche Stufe zu stellen (für alle, die in afrikanischer Geographie nicht sooooo sattelfest sind, Ouagadougou ist die Hauptstadt von Burkina Faso,  einem Staat in Westafrika).

Warum Steinbrück das getan hat? Und was er damit sagen und ausdrücken wollte, das wird er wohl auch für sich behalten. Aber das ist auch nicht das wichtigste. Interessant ist eigentlich nur, dass die Schweizer Medien kaum darauf reagieren … weder die NZZ noch 20 Minuten fanden diese Nachricht berichtenswert.

Nur Spiegel Online und der Blick haben einen Artikel dazu verfasst. Bedeutet das jetzt, dass die Schweizer Medien der Deutschen Attacken des Herrn Steinbrück leid sind ? Wahrscheinlich, würde ich sagen, was soll man sich auch dauernd zu irgendwelchen unqualifizierten Missgeschicken äussern.

Die G7 Staaten könnten allerdings was gutes Tun, um dieser ganzen Diskussion um Steueroasen auch etwas mehr Seriosität verpassen und aufzuhören mit der Scheinheiligkeit, die vor allem in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich herrschen. Die Schweiz als externe Steueroase ist ein perfektes Ziel, aber was ist denn mit Guernsey, Jersey, oder der Isle of Man ? Die sind doch alle britisch ? Und die Steuersysteme in den US-Staaten Nevada und Delaware ? Sind das etwa keine Steueroasen ? Und wie heisst es so schön: „Ein jeder kehr vor seiner Tür, da hat er Dreck genug dafür “ … Aber wer will sich in solchen Fragen schon gerne mit den beiden grossen Brüdern anlegen ? Und die haben sich dann ja auch sehr schnell, sehr diskret aus der Diskussion zurückgezogen.

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