Europride und Dosenbier

Zürich ist die Hauptstadt der Homosexuellen.

Zumindest im Jahr 2009. Hier werden nämlich „40 years of gay pride“ gefeiert und das einen ganzen Monat lang. Das sah man unter anderem daran, dass in der ganzen Innenstadt Regenbogenfahnen aufgehängt wurden und sogar Busse und Trams das Symbol der Homosexualität durch die Stadt fahren. Dieser Monat neigt sich nun aber sehr bald www.wu-store.net dem Ende zu. An diesem Wochenende findet der grosse Umzug statt.

Rechtzeitig zum Veranstaltungsende zeigt sich Zürich aber von seiner homophoben Seite: Die ganzen Heteros – und von denen wohl insbesondere die Männer, weil Frauen sich ja angeblich unter Homosexuellen sicherer fühlen – wollen die „40 years of gay pride“ nicht mitfeiern. Ja, da greifen die Veranstalter ganz, ganz tief in die Trickkiste. Sie wollen die Hetero-Männer mit – ja, Ihr habt es schon aus dem Titel erkennen können – kaltem Dosenbier locken. Schönes Wetter und Dosenbier und das noch auf der Strasse, da kommen alle Männer aus den Wohnungen gekrochen.

Also eigentlich müsste ich mich über dieses Vorurteil ja tierisch aufregen. Die Schwulen und Lesben schimpfen auf die Vorurteile der Heteros ihnen gegenüber und jetzt bedienen sie sich ähnlicher Clichees. Dosenbier … eine Frechheit 🙂

Also, ich glaube, dass selbst die intensive Berichterstattung aller Boulevardblätter nicht hilft, die Europride in ihren letzten Tagen noch mit Heterosexuellen zu durchmischen. Ein Hetero-Mann kommt nicht an eine Veranstaltung, um schwule Männer zu bestaunen, sondern höchstens um die Frauen zu begaffen und anzubaggern, die sich unter Gays wohler und sicherer fühlen.

Daher liebe Europride-Veranstalter rate ich Euch, bringt leichtbekleidete hübsche Damen auf die Strasse, die Hetero-Männer kommen dann von ganz alleine.

(Und so bin ich dann auch gleich noch ein paar Vorurteile losgeworden.)

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