Verkehrsstrafen Deutschland – Schweiz

Seid Ihr wilde Autofahrer? Tretet Ihr auch gerne mal mit Deutschen Kennzeichen in der Schweiz gerne mal auf’s Gas, weil Ihr glaubt, dass die Strafzettel eh nie von der Schweiz nach Deutschland geschickt werden? Glaubt Ihr auch, dass, wenn Ihr in der Schweiz Euern Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer verliert, Ihr in Deutschland straffrei ausgeht und „den Lappen“ sofort wieder bekommt

?

Wenn das auf Euch zutrifft, dann würde ich Euch raten, Euch noch einmal zu informieren, weil Ihr böse damit auf die Nase fallen könntet. straffrei-mobil.de schreibt folgendes abschreckendes Beispiel in einem Pressetext:

So musste eine in Baden-Württemberg lebende Frau, die wegen einer Trunkenheitsfahrt mit 1,15 Promille von einem Schweizer Bezirksamt zu einer Geldstrafe von umgerechnet ca. 400 Euro verurteilt worden war, wegen dieser in der Schweiz begangenen Tat etwa ein Jahr später auch die Verurteilung durch ein deutsches Gericht hinnehmen. Dieses verhängte eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 40 Euro sowie ein zweimonatiges Fahrverbot. Das deutsche Gericht rechnete die in der Schweiz vollstreckte Geldstrafe mit zehn Tagessätzen auf die eigentlich zu verhängende Geldstrafe von 40 Tagessätzen an und sah außerdem trotz Vorliegens eines Regelfalls von der Entziehung der Fahrerlaubnis ab, da sich aufgrund des langen Zeitablaufs zwischen Tat und Verurteilung eine immer noch fehlende Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht mehr feststellen lasse. Stattdessen verhängte es ein zweimonatiges Fahrverbot als „Denkzettel“.

Ihr seht, der Schuss kann dann auch schnell mal nach hinten losgehen. Also, am besten immer so fahren, als ob Ihr in Deutschland wärt, sonst kann es hart auf hart kommen: Normalerweise gilt in Deutschland der Rechtsgrundsatz „Nie zweimal in derselben Sache“. So wie ich die Sachlage aber nun verstanden habe, gilt das nur national. Man kann aber in derselben Sache in unterschiedlichen Ländern anscheinend durchaus zweimal bestraft werden, ohne, dass die andere Strafe angerechnet würde. Das kann böse ins Auge gehen.

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