Didsch Pressespiegel – 12.November 2009

Wir haben für Euch in der letzten Woche wieder einmal alle möglichen Meidenquellen zum Thema Deutsche in der Schweiz „überwacht“. Dabei sind uns auch einige Artikel gefunden, die wir Euch hier gerne wieder zusammenfassen.

Studenten: Die Schweizer brauchen keine Angst mehr zu haben. Deutsche Studenten suchen sich schon andere Unis, die sie mit ihrer Anwesenheit beehren. Laut RP-Online sind zur Zeit 90 000 deutschen Studenten im Ausland eingeschrieben. Die meisten der im Ausland eingeschriebenen Deutschen Studenten hat es nach Holland verschlagen. An zweiter Stelle steht Österreich, danach kommt Grossbritannien. Erst an vierter Stelle steht die Schweiz mit ca 10,9% der im Ausland studierenden Deutschen. Konsequenz: In den Augen der Deutschen Studenten sind Schweizer Universitäten qualitätsmässig nicht wirklich interessant bzw nicht so interessant wie in anderen Ländern. Lustig finde ich ja, dass so viele in die Niederlande zum studieren gehen. Immerhin hört sich das Holländisch ähnlich an wie das Schweizerdeutsche.

Auswanderer: Laut zehn.de ist die Schweiz auch im Jahr 2008 – ja, die sind wohl ein bisschen spät dran – das Auswanderungsland Nummer eins gewesen. Laut dem Artikel ist das gerade deshalb so, weil „die Schweiz mit einem Mehrwertsteuersatz von 7,6 Prozent und einem Spitzen-Einkommenssteuersatz von 11,5 Prozent lockt. Zudem führt die Schweiz auch jedes Jahr sämtliche Hitlisten an, in denen nach dem Land mit der höchsten Lebensqualität gefragt wird.“

Deutsche Wochenzeitung Schweiz: Diese Zeitung ist ja mein Lieblingsthema 🙂 Nachdem die Deutsche Wochenzeitung ihren Start für den 6.November 2009 angekündigt hat (auch für die Website) ist erst einmal folgendes passiert …. nix … Die Website hat noch keinerlei Informationen drauf. Ausser, dass die Party dort um 2 Wochen verschoben wurde, weil die Gäste alle nicht kommen konnten (oder nicht kommen wollten). Auffallend ist wieder einmal folgendes: Redaktion und Verlag sind nur über Handynummern erreichbar. Alle Redaktionsmitglieder sind im Home Office (oder auf Deutsch, sie arbeiten nicht). Nachdem didsch moniert hatte, dass der angebliche Verlag der Deutschen Wochenzeitung in Kopenhagen keine Internetpräsenz hat, gibt es nun eine … und diese Website (acoma.biz) ist so unprofessionell und schlecht, dagegen ist didsch.ch ja wirklch mal ein Ferrari.

Arme Muslime oder reiche Deutsche: Die Basler Zeitung hat ausgemacht, dass es zur Zeit in der Schweiz im Rahmen der Zuwanderungsdebatte genau diese zwei Feindbilder gibt: die armen Muslime, wegen denen man jetzt die Minarett-Initiative gestartet hat. Und auf der anderen Seite die reichen Deutschen. Der Grund: „Schweizerinnen und Schweizer haben Angst, ihren Job zu verlieren und machen sich Sorgen, weil das Land zersiedelt wird“.

Rütli – Mythos: Der Mannheimer Morgen bemerkt, wie schade es ist, dass es der Deutsche Schiller ein Epos über den Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell geschrieben hat. Aber der Schweizer Volksseele tut es auch weh, dass die Deutsche Lufthansa diejenige war, die die Schweizerische Fregatte der Luftfahrt übernommen hat. Und daher, so die feste Überzeugung: „Schiller hat Tells Geschichte – so sind viele Schweizer überzeugt – in einer Art feindlichen Übernahme annektiert.“ Wenn man’s sich lang genug einredet, dann glaubt man’s auch bald bestimmt!

Schweizerische Zerstörungswut: Wisst Ihr, was Pontoniere sind? Das sind die Leute, die diese flachen Paddelbooten stehend vorwärts bewegen. So ähnlich wie die Gondeln durch Venedig.

Nur sind diese halt nicht so schön geschmückt, sondern sehen eher wir Militärboote aus. Naja, auf jeden Fall ist ein ganzer Pontonierfahrverein am Deutschen Ufer des Rheins entlang gepaddelt und hat dabei so ziemlich alles niedergemacht, was ihnen in den Weg kam. Die deutschen Angler sind sauer und die deutschen Behörden wittern eine Chance Bussgeld abzufassen. Hier geht es um EUR 50 000. Das schreibt der Südkurier auf seiner Website.

Westerwelle – der Retter: news.de schreibt in einem Bericht, dass die Schweiz hofft, dass durch den Abgang von Peitschen Peer  das sich Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz verbessert. Westerwelle hatte Peer Steinbrück scharf angegriffen wegen seiner Bemerkungen zu „Peitsche“ und „Kavallerie“. Und der neue deutsche Verkehrsminister Ramsauer gilt auch als ein Freund der Schweiz (und auch von Österreich).

So, und das war es mal wieder mit einem kleinen Rundumschlag durch die Schweizerische Presse. Die Reaktionen auf den Sieg der Schweizer U17 über die Deutschen erspare ich Euch hier ebenso, wie jegliche Berichterstattung über die Schweizer Spieler die irgendwann mal mit Robert Enke zusammengespielt haben. Von Effekthascherei halte ich, wie Ihr ja wisst, überhaupt nichts.

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