Neulich bei der SBB – 6.Teil
Ich hatte ja schon lange nichts mehr über den täglichen Wahnsinn bei der SBB zu berichten. Anscheinend lief alles seine geordneten ungeordneten Gänge und meinen ersten Beobachtungsrunden schien nichts mehr hinzuzufügen zu sein. Dann aber – endlich – passierte doch mal wieder was im heiligen System der SBB Infrastruktur.
Am Donnerstag morgen funktionierte auf dem Zürich HB einfach mal überhaupt nix. Und damit ist beileibe nicht die rollende Infrastruktur gemeint, sondern eher die Informations-Infrastruktur. Was meint der?, überlegt Ihr Euch. Was ich damit sagen wollte, ist, dass keine der Anzeigentafeln funktionierte. Und wenn ich sage, keine, dann meine ich leider auch keine. Von der grossen Anzeigetafel oben unter dem Bahnhofsdach, über die Anzeiger an den einzelnen Gleisen, bis hin zu den Computermonitoren … da war alles nur leeres blau … kein einziger Buchstabe war da zu lesen.
Wie soll man denn da seinen Zug finden? Die Antwort kam aus den Lautsprechern: “Bitte achten Sie auf die Lautsprecherdurchsagen.”
Ihr kennt das sicherlich, wenn Ihr in Zürich ankommt: Ihr steigt aus dem Zug aus und werdet völlig zugedröhnt mit Lautsprecherdurchsagen. Aber gestern, wo man diese Durchsagen gebraucht hätte, da waren keine da. Wie also den richtigen Zug finden. Gelobt sei der, der da weiss, von welchem Gleis sein Zug wirklich abfährt. Auf manchen Zügen sind wenigstens elektrische Tafeln, die das Ziel der Züge angeben. Auf den anderen, da steht rein gar nichts … und dann ? Am lustigsten, da war auch kein SBB Mitarbeiter in einer orangenen Weste zu sehen, die man mal hätte fragen können.
Naja, ein paar Stunden später war ja schon alles wieder gelöst … und so viel Chaos wie man das an englischen Bahnhöfen erleben würde, hat es nun auch nicht gegeben.



Das beste an der SBB: sie bringt die Meckerdeutschen auch gerne wieder zurück in den “grossen Kanton”… und das, so hoff ich überpünktlich! Persönlich hab ich auch nichts dagegen wenn die DB genommen wird…Hauptsache einsteigen und heimfahren!!
Das beste an der SBB: sie bringt die Meckerdeutschen auch gerne wieder zurück in den “grossen Kanton”… und das, so hoff ich überpünktlich! Persönlich hab ich auch nichts dagegen wenn die DB genommen wird…Hauptsache einsteigen und heimfahren!
Also das ganze dauerte nur einige Minuten und nicht “ein paar Stunden”. Schon nach kurzer Zeit waren die Monitore wieder in Betrieb. Und für solche Vorkommnisse gibt es ja noch die auf gelbem Papier gedruckten Abfahrszeiten der Züge. Dafür hat jetzt Zürich endlich auch ein Lautsprechersystem mit einer automatischen Stimme und man versteht endlich was der Lautsprecher einem mitteilen will.