Schweizer Markt zu klein für Baschi

Der Baschi, der hat ja einen supertollen Song für die EURO 2008 geschrieben und performed. Dieses Lied hiess „Bring en hei“, das heisst auf hochdeutsch soviel wie „Bring ihn heim“. Damit wollte Baschi, der Hoffnung der Schweizerischen Bevölkerung Ausdruck verleihen, dass die Schweiz, dann vielleicht doch irgendwann mal einen grossen internationalen Fussball-Titel gewinnen könnte. Naja, wie Ihr wisst, hat es die Schweiz wieder einmal nicht hingebracht … und der Baschi auch nicht. Nun besteht die Schweiz ja nicht nur aus schweizerdeutschen Spielern und Zuschauern, sondern es gibt ja auch noch die französische und italienische Seite. Aber wie sehr häufig in diesem Lande wurde diese Seite mal wieder vernachlässigt, obwohl sogar einige Spiele in Genf stattgefunden haben.

Naja, also für den Baschi – und damit komme ich dann wieder auf mein eigentliches Thema zurück – wäre das eine Super-Chance gewesen, mal einen Song zu komponieren und auf Vinyl zu brennen oder zu schaben, der für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich hätte sein können. Es waren ja immerhin einige Deutsche in der Schweiz und in Österreich, denen ein solcher Song auch hätte gefallen können. Aber das ging natürlich nur auf Schweizerdeutsch.

Jetzt ist es dem Baschi dann wohl doch nicht genügend Potential, einfach seine Songs nur auf Mundart zu verkaufen. Und da hat sich das schlaue Bürschlein gedacht, „Ich mache einfach mal eine CD auf Hochdeutsch“. Angefangen hat er mit einer Single. Die Single heisst „Unsterblich“ und ist auch Kinomusik für den neuen Til Schweiger Film, für den ich hier jetzt aber keine Werbung machen möchte. Also, gehe ich mal auf die Website vom Baschi und wie begrüsst er dann den hochdeutschen Leser? Ja klar, auf Schweizerdeutsch: „Kennsch mi no? Oder liebsch mi scho?“ Ganz toll, beides nicht mehr, Baschi 🙂 Und dann noch der Spruch „Single ‚Unsterblich‘ jetzt am Radio“. Wenn’s mit den Adverbien nicht klappt, dann klappt es vielleicht auch mit dem Erfolg in Deutschland.

Und mit diesem schweizerischen Auftritt glaubt Baschi dann doch tatsächlich, dass er auf dem deutschen Markt landen kann

? Dann lieber Stefanie Heinzmann aus’m Wallis.

Ein Kritiker sagt: „Der charmante Schweizer Akzent allein hebt ihn nicht genügend von der Masse ab“. Naja, der Schweizer Akzent im Deutschen ist genau so sexy wie der niederländische … und … „Orange ist nur die Müllabfuhr“.

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