Credit Suisse, HSBC, UBS oder Julius Bär

Wow, jeden Tag wird ein neuer Name in den Raum geworfen. War es am Anfang noch HSBC, die englische Bank, so sind es jetzt abwechslungs- und wahlweise die Credit Suisse, die UBS oder Julius Bär. Laut Tagi schickt die Credit Suisse Ihre Kunden schon einmal vorsichtshalber zu Steuerberatern, was eigentlich ein gutes Indiz dafür sein könnte, dass die betroffene Bank tatsächlich die Credit Suisse ist. Auf der anderen Seite dementiert sie aber, dass ihr Daten abhanden gekommen seien. Eigentlich passt das ja nicht zusammen.

Das alles kann dem deutschen Staat ja im Grunde ganz völlig egal sein. Der profitiert sowieso. Und eigentlich profitiert der Staat mehr, je länger diese ganze Affäre und die Zeiten der Unsicherheiten dauern. Warum ? Weil es viele viele Steuersünder gibt, denen jetzt das Herz gaaaaaaaaaanz weit in die Hose rutscht, und die Angst haben, dass sich ihr Name und ihre Bankdaten auf dieser einen Daten CD befinden. Was machen diese also ? Sie machen eine kleine Selbstanzeige, um sich vor der Strafe zu schützen. Und eine Strafe, die gibt es allerdings.

Wenn die einzelnen Pech haben, müssen sie für Steuerhinterziehung auch schon mal ein paar Tage, Monate, Jahre in den Knast. Den deutschen Staat um Geld zu betrügen ist kein Kavaliersdelikt, weil die ja eh nie genügend Geld in den Hals bekommen können und es schneller ausgeben, als sie es jemals wieder einnehmen können.

Was lernen wir daraus ? Gibt es nun wirklich eine Daten CD oder gibt es sie nicht ? Versucht die Deutsche Bundesregierung einfach ein paar Steuerflüchtlinge aufzuscheuchen, damit sie sich selbst anzeigen ? Ganz abwegig ist das nicht. Es ist ja ohnehin viel billiger, sich um einen Selbstanzeiger zu kümmern, als Nachforschungen zu betreiben, aufgrund einer zufällig erhaltenen CD, wie im letzten Artikel schon beschrieben. Und mit der Schweiz ein kleines Duell anzufeuern, da sind die deutschen Finanzminister ja nie verlegen. Nur würde es sehr komisch wirken, wenn der an einen Rollstuhl gefesselte schmächtige Bundesfinanzminister Schäuble die Kavallerie schicken möchte. Das wirkte beim körperlich ja sehr stattlichen Peitschen-Peer Steinbrück etwas glaubwürdiger. Schäuble würde man da eher die Maulwurf-Taktik zutrauen.

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