Zusammenbruch des Schweizerischen Kapitalismus

Ich habe neulich einen Artikel der Österreichischem „Presse“ gelesen unter dem Titel „Schweizer Sonderfallstudien

Der Artikel stammt aus der Feder – oder wohl bessergesagt aus den Tasten – eines in Wien lebenden Schweizers. Das macht die Argumente umso schärfer und stellt der Schweiz ein wirklich schlechtes Bild aus.

Im Grunde fragt sich Sven Gächter, warum die Schweiz im Moment soviel „Kloppe“ aus allen Richtungen einstecken muss.  Dabei zitiert er eine Autorin Sibylle Berg:

„Die Schweizer meinen, es sei die deutsche Zuwanderung, aber es ist der Kapitalismus, und sie haben ihn gewählt.“

Der Autor geht nicht gerade sehr zimperlich mit seinen Schweizerischen Landsmännern und -frauen um.

Hier noch ein paar Auzüge:

„Die Schweiz hadert damit, dass ihr Image als lauschiger Ort der Sicherheit, der Solidität und des Konsenses dramatisch erodiert.“

„Direkte Demokratie, Föderalismus, Konsenspolitik, bewaffnete Neutralität und Äquidistanz zu allen internationalen Organisationen waren und sind die Totems der eidgenössischen Identität.“

„Doch nun muss die Schweiz erkennen, dass man ihr das mit allen Mitteln verteidigte selige Inseldasein nicht mehr durchgehen lässt. Was früher verschroben erschien, gilt heute als unverantwortlich und verlogen, ja, korrupt.“

„Meine ausländischen Freunde in der Schweiz erkennen das Land, in dem sie sich lange zu Hause gefühlt haben, nicht wieder; einige werden es schweren Herzens wieder verlassen. Und meine Schweizer Freunde im Ausland wissen, dass sie so bald wohl nicht zurückkehren werden.“

Nun, da wird sich das Schweizerische Selbstbild in Zukunft wohl sehr stark ändern müssen. Sonst könnte es sein, dass ein Tsunami die Insel Schweiz bald schon überschwemmen könnte.

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