FIFA World Cup: Schweizer sind immer für den Gegner

In zwei Tagen geht die Fussball WM endlich los. Aber für uns Deutsche in der Schweiz wird das Fussball-Schauen kein Zuckerschlecken. Bei den Spielen der Deutschen Nationalmannschaft sind die Schweizer in den allermeisten Fällen für den Gegnern. Das konnte man schon bei der Weltmeisterschaft 2006 erleben. Auf dem Eröffnungsspiel beim Public Viewing am Bürkliplatz in Zürich (das war Deutschland gegen Costa Rica) gab es wohl mehr Costa Rica Fans als es Auslands-Costa Ricaner in Europa gibt … Natürlich waren das nicht alle Costa Ricaner, sondern Schweizer. Das wird wohl bei den meisten Public Viewings in Zürich, wie auch in anderen Schweizer Städten bei der Weltmeisterschaft 2010 so sein.

Der Tagi ging der Frage nach, warum die Schweizer immer gegen die Deutschen sind. Der Autor Philippe Zweifel beschränkt sich dabei auf ein paar Schlagworte „Siegeswillen. Ausdauer. Glück. Fouls. Penaltys. Brüllende Torhüter.“ Das ist mal wieder eine totale Überinterpretation. Denn all diese Eigenschaften haben andere Mannschaften auch.

Ich glaube, dass der Grund dafür, dass die Schweizer die Deutsche Fussball-Nationalmannschaft nicht mögen, ganz einfach darin liegt, dass der Boulevard-Schweizer den Deutschen einfach nicht mag. So einfach ist das. Jede weitere Analyse ist eine Analyse zuviel und geht am Thema vorbei.

Bei der immer grösser und jünger werdenden Schar an Deutschen in der Schweiz ist es also gut, dass es auch endlich mal eine Fussball Party gibt, wo man quasi Deutschland Fan sein muss (didsch.ch berichtete). Aber manchmal ist die Freude ja noch grösser, wenn man trotz Überzahl der „gegnerischen“ Fans trotzdem gewinnt.

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