Fussball WM – Die Vuvuzela Bienenschwärme

Wir sind erst am Tag 2 der Fussball Weltmeisterschaft und schon nervt es mich. Die Südafrikaner blasen 90 Minuten lang … also ein ganzes Spiel … in ihre Vuvuzelas.

Viele mö gen das ja als stimmungsvoll empfinden.

Ich finde das einfach nur nervig.

Zum einen kommt keine richtige Stimmung bei den Spielen auf, weil die Jungs da einfach nur in die Tröten reinblasen. Wenn sie das Ding wenigstens nur in den spannenden Momenten einsetzen würden, wäre das ja OK, aber pausenlos ? Wo ist da der Sinn?

Ich finde, mit den Vuvuzelas, die die Deutschen anscheinend schon zu „Uwe Seelers“ umgetauft haben, tut sich die Fussballstimmung keinen Gefallen. Wo sind denn die Schlachtgesänge ? Wo ist denn das Auf und Ab in der Lautstärke ? Wo sind die Wellen bei den Ecken ? Wo das Pfeifen gegen den Schiedsrichter nach einer strittigen Entscheidung ? Und wo die Aufmunterung der Mannschaft, wenn sie im Rückstand liegt ?

All die Atmosphäre, die ganze Stimmung geht in den endlosen, undifferenzierten, eintönigen, nervigen Vuvuzela-Bienenschwärmen verloren. Schon das zugucken bzw. zuhören am Fernsehen ist schier unerträglich.

Nach dem Eröffnungsspiel habe ich mal ein bisschen in den Online Ausgaben der verschiedenen Zeitungen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, England und Frankreich geschaut, was die Presse zu diesem Getöse sagen. Meine Erkenntnis: Nur in der Bild und im Spiegel gab es Kommentare, die sich wirklich damit beschäftigen. Alle anderen Länder und Sprachen ? Die nehmen das einfach nur so hin. Ist das ergebungsvolle Hinnahme oder wahre Faszination für den Ohrenmüll, der einem aus Südafrika ins Haus geliefert wird.

Und, wie Blatter die Vuvuzelas, diese in China produzierten Plastiktrichter, als afrikanisches Kulturgut bezeichnen kann, bleibt wohl nur ihm zuträglich. Allen anderen bleiben Ohrenschmerzen und wenig stimmungsvolle Weltmeisterschaften in Erinnerung.

Wie freue ich mich da schon auf die Samba Trommeln mit Rythmus und Melodie aus Brasillien bei der Weltmeisterschaft 2014.

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