Bundesratswahlen Schweiz – August 2010

Jedes Land hat ja seine eigenen Sommerloch-Possen. Deutschland hat beschlossen, sich um Atomkraftwerke zu kümmern und die Schweiz hat seine Probleme mit seiner Exekutive …

Zuerst schmeisst der Merz den Knüppel hin, danach tritt dann auch noch der Leuenberger zurück. Was in Deutschland überhaupt gar kein Problem wäre (in Deutschland wird dann einfach ein neuer Kandidat von der richtigen Partei nominiert und fertig), ist hier in der Schweiz wirklich ein Possenspiel ausgebrochen. Jeden Tag wirft jemand neues sein Handtuch in den Ring und jeder Name unbekannter als der andere.

Warum das ganze fragt man sich? Weil der Bundesrat, also die Schweizerische Exekutive (vergleichbar mit der deutschen Bundesregierung), noch vom Nationalrat (vergleichbar mit dem deutschen Bundestag) gewählt wird. Der Nationalrat wird ausserdem auch bestimmt von einer Zauberformel … Ja, ja, die Einheit und Frieden in der Schweiz, der hängt unter anderem auch von dieser Zauberformel ab … Diese Schweizerische Zauberformel besagt, welche Partei, aus welcher Sprachregion, wieviele Mitglieder in die Exekutive entsenden darf. Klingt kompliziert ? Ist es auch!

Ich finde es ein bisschen eigenartig, dass man dann, wenn die Formel doch schon eh feststeht, immer wieder ein Kampf um die Besetzung stattfindet.

Und, ähnlich, wie ich den Rücktritt von Köhler als Bundespräsident auch nicht gut fand, auch den Rücktritt von Merz und Leuenberger nicht gerade gut heisse. Naja, so haben die Zeitungen jeden Tag Material, einen Kandidaten zu portraitieren und zu schauen, ob diese Person gut oder schlecht ist für die derzeitige Haltung der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

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