Deutschland gehen die Ärzte verloren

Aus Deutschland wandern immer mehr Ärzte ab. Im letzten Jahr waren es laut eines Berichts der Sonntagszeitung schon über 3 000.

Davon gingen einige nach Grossbritannien, aber am zweitmeisten auch wieder in die Schweiz. Das macht sich hierzulande auch sehr deutlich bei den Hausärzten bemerkbar. Gab es vor knapp 5 Jahren noch 600 Hausärzte in diesem „schönen Land umgeben von Bergen und Seen“, so sind es nun schon fast doppelt soviel.

Dieser Trend liegt an zwei Faktoren diesseits und jenseits der Grenze:

Zum einen sind die möglichen Einnahmen eines Hausarztes in der Schweiz weit höher, als die eines Allgemeinarztes in Deutschland. Eine Studie sagt, dass man in der Schweiz fast doppelt soviel verdient, wie in Deutschland.

Auf der anderen Seite fehlen in der Schweiz Ärzte, die in der Lage wären, diese Praxen zu übernehmen, bzw. die sich als Allgemeinmediziner haben ausbilden lassen. Und es könnte gar sein, dass sich diese Situation in den kommenden Jahren noch verschlimmert.

Denn, in den nächsten Jahren werden eine Menge der Allgemeinärzte in Rente gehen und bei gleichbleibenden inländischen Ärzteangebot müssen immer mehr Ausländer die Nachfrage decken.

In Deutschland wird sich dieses Problem aber auch bald auswirken. Wie ? Naja, wenn es immer mehr Ärzte ins Ausland zieht, dann bleiben keine oder zu wenige für Deutschland selber übrig. Das wäre eigentlich eine perverse Situation: In Deutschland werden die Ärzte gut ausgebildet (mit hohen Kosten für die Steuerzahler, die nämlich das Studium zahlen) und dann gehen die Ärzte „mir nichts, Dir nichts“ ins Ausland, um dort zu arbeiten. Genauso könnte man Geld in den Mülleimer kloppen. Das hätte den gleichen Effekt.

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