Autofahren in der Schweiz

Ich muss ja zugeben, dass ich in den letzten Jahren nicht mehr so wirklich viel in anderen Ländern autogefahren bin. Aber, in der Schweiz autofahren, das tue ich doch wirklich regelmässig. Und ich rege mich ständig auf. Ich finde, dass in der Schweiz die schlechtesten Autofahrer fahren, die ich so in Westeuropa kenne:

Beim Einfädeln, das ist wohl das schlimmste. Das Reisverschlussverfahren gibt es hier in der Schweiz natürlich genauso wie in anderen Ländern auch. Mit dem Unterschied, dass man sich hier schon 500m vor dem eigentlichen Hindernis einfädelt. Wenn man versucht, noch ein paar Meter weiter auf der dann freien Bahn weiterzufahren, setzt sich jemand zwischen beide Spuren, um den Weg zu versperren. Ich liebe Autolehrer !!

Die Schweizer sind sehr korrekte Menschen.

Sie fahren nur selten schneller als die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Und das ist ja als solches nicht so schlimm. Was allerdings schlimm ist, ist wenn Sie ihre 100 bei einer 120 Geschwindigkeitsbegrenzung auf der linken Spur fahren und die rechte Spur freilassen.

Häufig, sehr häufig, überholt jemand, der 111 kn/h fährt, jemanden, der 110 km/h fährt. Dieser Überholvorgang dauert dann natürlich dementsprechend lange. Und der Überholer der schert auch nicht im letzten Moment aus, sondern mal 200m vorher, weil man ja nicht zu dicht auf den Vordermann auffahren will. So etwas kann dann schon einmal nervtötend sein.

Ach ja, und dann ist da noch die fehlende „Spurtreue“. Toller Name, gell? Habe ich gerade erfunden. Unter Spurtreue verstehe ich, dass man auf seiner Spur bleibt auf der Autobahn und nicht hin- und herschlingert zwischen den Spuren. Gerade in Baustellen scheint das vielen nicht so leicht zu fallen. Hier schneidet man gerne mal eine Kurve, auch wenn auf der Nebenspur jemand fährt, oder man entscheidet sich spontan, dass der Belag auf der anderen Spur besser ist und wechselt man mal kurzerhand die Spur, ohne mal in den Rückspiegel zu schauen.

Naja, solange das alles ohne Unfälle abläuft, ist’s ja eigentlich nicht so schlimm. Daher, immer für die anderen mitdenken. Und dabei muss man an die obskuresten Reaktionen der anderen Verkehrsteilnehmer denken.

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