Chancengleichheit und Mitsprachemöglichkeit als Integrationsmassnahmen

Heute, am 18.

November 2011, fand in Olten eine Plenumsdiskussion zum Thema „Was bedeutet Integration?“ statt. Rund 60 Personen nahmen an der Veranstaltung teil und diskutieren über die Bedeutung der Integration aus der Sicht der Migrantinnen und Migranten.

Das Forum für die Integration der Migrantinnen und Migranten (FIMM Schweiz) ist der Dachverband der Migrantenvereine in der Schweiz. Heute, am 18. November 2011, führte das FIMM Schweiz eine Plenumsdiskussion zum Thema ?Was bedeutet Integration? Wer definiert Integration? Wer gilt als integriert?? an der Hochschule für Soziale Arbeit in Olten durch. Rund 60 Personen nahmen an der Veranstaltung teil und diskutierten über die Integration aus der Sicht der Migrantinnen und Migranten.

Die Plenumsdiskussion wurde eröffnet von Emine Sariaslan, der Präsidentin des FIMM Schweiz, und Ernst Zingg, dem Stadtpräsidenten der Stadt Olten. Die Inputreferate zum Thema wurden gehalten von Dijana Hasanbegovic, Vorstandsmitglied des FIMM Schweiz, Ekin Yilmaz, Präsidentin der Second@s Plus Ostschweiz, Albert Weibel, Integrationsdelegierter des Kantons Solothurn, sowie Dr. Luzia Jurt, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Soziale Arbeit Olten.

In der danach eröffneten Plenumsdiskussion wurde über Integrationsvereinbarungen diskutiert, die mache Personen als sehr wünschenswert erachteten, andere sie wiederum ablehnten, weil sie als Zwangsmassnahmen empfunden wurden. Ebenso wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass keine Integration möglich ist, solange die Migrantinnen und Migranten nicht als vollwertige Mitglieder der Schweizer Gesellschaft angesehen werden. Des Weiteren wurde kritisiert, dass einer erfolgreiche Integration, insbesondere der in der Schweiz geborenen Jugendlichen mit Migrationshintergrund, nicht möglich ist, solange der Staat die strukturellen Hürden wie bei der Ausbildung oder der Arbeitsplatzsuche nicht beseitigt.

In ihrer Schlussrede betone Emine Sariaslan, dass Integration gleichzusetzen ist mit Chancengleichheit und Mitsprachemöglichkeit. Sie erinnerte auch daran, dass die Integration ein gegenseitiger Prozess ist, der aber in der gegenwärtigen Politik viel zu einseitig nur von den Migrantinnen und Migranten verlangt wird. Ebenso wünschte sie sich im Namen der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz einen entschiedeneren Kampf gegen die Diskriminierung sowie die Akzeptanz der Migrantinnen und Migranten als wichtigen Bestandteil der Schweizer Gesellschaft.

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