Wulff und Ehrensold

Die grosse Frage ist, was von Christian Wulff jetzt bleibt, oder besser wo er bleibt. Genügend reiche Freund hat er ja … vielleicht stehen diese auch in schlechten Zeiten, wie diesen bei ihm.
Christian Wulff könnte doch bei Groenewold in der Filmwirtschaft anfangen … vielleicht bei Barbara Salesch oder Alexander Hold als Angeklagter ?

Oder er könnte bei Rossmann Regale einräumen … und dabei dann auch gleich die ganze Schminke für Bettina mitnehmen …

Oder er verlässt sich auf den Ehrensold … also die Bezahlung, die ein Bundespräsident am Ende seiner Amtszeit bekommt. Die Amtszeit von fünf Jahren Christian Wulff ist eigentlich noch lange nicht vorbei … aber da er, wie viele Staatsrechtler schon interpretieren, aus „politischen Gründen“ sein Amt niederlegt, steht ihm laut Gesetz ein Ehrensold zu.

Stellt Euch mal vor. Ihr werdet von einer Firma eingestellt, weil Ihr im Bewerbungsgespräch alles so gedreht habt, dass Ihr wie der strahlende Sonnenschein ausgesehen habt. Nach knapp 2 Jahren kommt raus, dass Ihr eigentlich ein Betrüger seid und Ihr werdet von einem Gericht dazu verurteilt, sodass Euch gekündigt wird. Aus dem Gefängnis verklagt Ihr dann noch Euern alten Arbeitgeber dazu, Euch bis zum Lebensende 200 000 EUR pro Jahr plus einige andere Goodies von nochmal ca 100 000 EUR im Jahr zu überweisen. Jedes Gericht würde Euch auslachen.

In der Politik ist das anders … anscheinend. Wie soll man das denn vor der Bevölkerung verantworten ? Jemand der die Bundesrepublik lächerlich gemacht hat, belogen und betrogen hat, wird am Ende noch dafür belohnt ? Das ist nicht drin.

Sollte Christian Wulff wirklich unschuldig sein und von einem ordentlichen Gericht freigesprochen werden, dann gebührt ihm zumindest eine Entschuldigung für den finanziellen Schaden, den wir ihm eingebrockt haben.

Sollte er aber rechtskräftig verurteilt werden, dann gibt es keinen Grund, ihm auch nur einen einzigen Cent zu überweisen. Die ordentlichen Steuerzahler sollten sich dann überlegen, eine Schadensersatzklage gegen ihn zu erheben, denn die 200 000 EUR zahlt am Ende ja nicht die Frau Merkel selbst, sondern Ihr, die deutschen Steuerzahler.

Comments are closed.